DSF - eine Rasse stellt sich vor

  • Ursprüngliche und grundsätzlich gesunde Rasse mit großer Vielfalt in ihrem äußeren Erscheinungsbild.
  • Fröhlicher, verschmuster Geselle, ein vorsichtig witziger Pinscher. Beschäftigungsdrang mäßig und nicht bis zur Erschöpfung, wenn es nicht gerade ums auf-dem-Schoß-liegen und Kuscheln geht. Spaziergänge bei gutem Wetter immer gerne ausgiebig im gemütlichem Tempo, um das eine oder andere wegzuschnüffeln und gerne ohne Leine die Gegend zu erkunden. Lange kraftvoll in einer Linie mitjoggen können andere besser.
  • Menschenliebend. Würde vor Traurigkeit eingehen, wenn man ihn regelmäßig acht Stunden lang alleine lassen würde. Sanftmütig und liebevoll emphatisch.
  • Gelehrig, aber kein Schäferhund, trotzdem lebhaft und lustig, man hat immer was zum Lachen. Gelernte Tricks bietet er gerne von alleine an, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Durchschaut sehr schnell, ob Sie ihre geäußerten Wünsche an ihn auch wirklich ernsthaft meinen. Aber auch ein halbherzig erzogener DSF macht Spaß, im Selbstversuch getestet :)
  • Kuschelnder Sofaliebling, insbesondere bei schlechtem Wetter. Sofa soll tabu bleiben? Da kennen sie die Knopfaugen eines davor bittend wedelnden Dänisch-Schwedischen Farmhundes nicht ... früher oder später werden Sie süchtig danach werden es ihm oben bei Ihnen Recht zu machen. Jeder Besitzer eines DSF wird es ihnen bestätigen: das Hündchen möchte gerne dabei liebend gerne vollständig zugedeckt werden.
  • Kinderliebling. Spielzeugliebling.
  • Wachsam anschlagend ohne Agressionen zu entwickeln. Geht kurz und heftig der Ring-Bell-Funktion nach, aber harmlos. Dem Postboten jagt das trotzdem Angst ein. Kein grundloser Kläffer.
  • Kein Jagdtrieb, Vögeln und sonstigem Getier wird aus Neugierde trotzdem nachgestellt. Bleibt dabei abrufbar und verfällt nicht in einen für alles tauben Jagdmodus ... außer bei Katzen, wenn Sie ihn nicht im Welpenalter daran gewöhnen. Da er zur Mäuse- und Rattenjagd auf den skandinavischen Bauernhöfen gezüchtet wurde, erkundet so mancher DSF gerne buddelnd die Nagetierspuren im Garten. Bei uns buddelt nur der junge Rüde neue Löcher in den Gartenboden, die Hündin nicht. Dafür liebt sie das Buddeln im weichen Strandsand.
  • Spaziergänge ohne Leine sind keine große Schwierigkeit, er orientiert sich auch nicht-angebunden am Menschen. Andere Lebewesen liebt er abgöttisch und hat keine Lust auf selbstständiges Handeln oder Rumstreunern, die Dänen nennen es: Hoftreu, denn grundsätzlich bleibt er auch ohne Zaun Zuhause, es sei denn ein toller neuer Mensch oder Hund gehen vorbei und lassen sich nicht von seinem vordergründigen teritorialem Bellen verschrecken. Wenn Frauchen nicht im Blick ist, kann es schon sein, dass er spontan feststellt, dass dieser neue fremde Mensch unbedingt noch einen DSF-Freund braucht, er bietet er sich dann schnell an mit ihm in ein neues Zuhause zu gehen, besonders im Welpenalter.
  • Ebenso wie seine eigene Familie liebt er nämlich auch alle anderen Menschen und Hunde - mit jedem Lebewesen will er unbedingt spielen und toben - ob diese es wollen oder nicht. Losgelassen von der Leine wird er besonders im Welpenalter jedem neuen Hund vor der Nase rumtanzen und wenn er wegen dieses schlechten Benehmens angeknurrt wird, bleibt er unterwürfig, aber er versucht es trotzdem immer wieder den anderen Hund zum Spielen zu animieren. Dieses Verhalten ist auch bei anderen Rassen häufig anzutreffen, nur ist es nicht immer lustig, wenn er von größeren Hunden je nach Toleranzgrenze auch mehr als grob zurecht gewiesen wird. Deshalb ist Vorsicht geboten. Später im Erwachsenenalter legt sich das dann. Unsere Hündin läuft mit nur wenig Erziehung gerne auf Ansage ohne Leine bei Fuß, auch an anderen Hunden vorbei. Besondere Schwäche hat sie allerdings für Hunde, die noch kleiner sind als sie. Denen kann sie dann meistens nicht widerstehen.
  • Bei Restaurantbesuchen gleichgültig auf der Decke liegen bleiben muss man ihm erst angewöhnen, er könnte ja was verpassen.
  • Spätentwickler, zwei Jahre langes Welpenverhalten ist keine Seltenheit. Danach wird er dann wie von selbst ruhiger und besonnener. Die Verhaltensunterschiede zwischen beiden Phasen sind beachtlich.
  • Er braucht ebenso sanfte Familienmitglieder, wie er selber einer ist mit unbedingtem Sinn für Humor und keine Perfektionisten. Sprich: er braucht Ihre Nachsicht. Verzeiht so manche Inkonsequenz bei der Erziehung, wenn man dabei nur gutmütig bleibt. Eines steht fest: es muss schon sehr viel schiefgehen und der Mensch müsste sich schon ungeheuer anstrengen, um einen Dänisch-Schwedischen Farmhund komplett zu verkorxen. Er eignet sich auch für Familien mit kleineren Kindern oder als Ersthund, auch weil er die Neigung hat, sich bei Unbehagen zurück zu ziehen und nicht nach vorne zu preschen. Bei kleineren Kindern sollten ihm jedoch die Eltern zügig beibringen ohne Ziehen an der Leine zu laufen, dann kann man die Kids auch schnell mit dem Gassigehen beauftragen.
  • Ob als Stadthund mit regelmäßigen kleinen Spaziergängen in der Umgebung oder als Begleiter seines Landmenschen mit Hang zu längeren Wanderungen, er kommt klar, wenn er nur dabei sein darf. Getestet idealer Bürohund, der die Vormittage gechillt in seinem Körbchen verbringt und Sie pünktlich um 13 Uhr daran erinnert, dass Sie sich eine halbe Stunde die Füße vertreten sollten.
  • BItte überdenken Sie sich jedoch die Anschaffung eines jeden Hundes, wenn Sie vor haben ihn regelmäßig mehr als 4 Stunden täglich alleine zu lassen.
  • Zartes, anhängliches Wesen, stets freundlich angepasst für seine kleine oder große Familie da.
  1. Video von der DSF-Rasseparade in Herning (DK) am 03.11.2018, als sich anlässlich der dortigen Hundeausstellung zur vollständigen Anerkennung der Rasse durch den FCI gleich 97 Dänisch-Schwedische Farmhunde präsentierten ->LINK
  2. Ausführliche Rassebeschreibung des dänischen und schwedischen Vereins (FCI) mit vielen Fotos und detailreichen Informationen (Englisch) über das Wesen und das Aussehen der Rasse: Hier klicken -> LINK
  3. Rassestandard VDH/FCI in deutscher Übersetzung -> LINK