Die A-Welpen sind da!

15.03.2020

Ein wunderbarer sonniger Tag hat uns am Samstag, den 14.03.2020 vier süße Welpen beschert. Ein Bericht.

Der Bericht über eine Welpengeburt

Bereits in der Nach von Freitag zum Samstag scharrte Tævi in ihrer Wurfbox und hechelte hier und da laut vor sich hin. Am Samstagvormittag musste ich sie dann immer wieder aus meinem Bett holen, beachtlich, dass sie es doch noch wagte und schaffte mit ihrem dicken Bauch ins Bett zu springen. Sie verweigerte ihr Fressen, fing immer wieder an zu zittern. Als wollte sie mir sagen: setz dich doch endlich zu mir, habe ich sie dann am Nachmittag zur Wurfbox gebracht und als sie dann anfing auf der Matte zu scharren und in ganz kurzen Abständen intensiv zu hecheln, trommelte ich kurz die Restfamilie zusammen und bat ab sofort um absolute Ruhe: es würde losgehen. Und dann ging es relativ flott. Tævi legte ihren Kopf in meine Hände auf dem Schoß und krümmte ihren Rücken, die Fruchtblase platzte und schwuppdiwupp kam Annette zur Welt, Tævi biss die Nabelschnurr ab, als ob sie nie etwas anderes getan hätte und leckte sie sauber, ich durfte sie ebenfalls gleichzeitig mit einem Handtuch abrubbeln. Annette fiebte gleich los und robbte zur Milchbar und nach dem Wiegen warteten wir ungefähr eine halbe Stunde alle drei auf klein Apus und kaum war er an den Zitzen, noch ungewogen, kullerte Astrid zu uns, ebenfalls perfekt, kurz nach ihr die Nachgeburt, wie bereits bei ihren beiden Geschwistern davor. So lagen die drei nun in einer Reihe angedockt, trockengerubbelt und gewogen an Tævi, die Unterlage wurde gewechselt, Tævi genehmigte sich ein Schluck Wasser und ein Nickerchen, schnarchte vor sich hin, die drei Kleinen schmatzten um die Wette. Ich verschickte schon erste Fotos von den drei Welpen an die Familie im Zimmer nebenan und raus in die Welt und empfing die ersten Glückwünsche, denn immerhin war alles genauso, wie geplant, der Ultraschalltest hat ja drei Welpen vorausgesagt ... und ... und ... Tævi erwachte nicht nur aus dem Schlaf auf, sie fing wieder an zu Hecheln und ihren Rücken zu krümmen! Mamamamamia, es kam tatsächlich noch ein Welpe zur Welt! Meine beiden Söhne guckten schon durch den Türspalt und ich pfiff sie zurück ... und das vierte Sternchen viel ganz hurtig auf uns nieder, genauso wohlgenährt und sofort nach Luft schnappend und zu den Mamazitzen robbend, wie die drei davor. Gestatten: Alkor, unser Bonus-Babywelpe. Wunder, wunderschön. Nachdem die Nachgeburt abging, guckte ich mir Tævi dann doch noch einmal genauer an und wartete sicherheitshalber noch einmal eine Runde danebensitzend, ob noch was zu erwarten sei. Tævi leckte die Kleinen immer wieder ab und schob sie dicht zu sich, auch wenn Annette, die Erste, unter lautem Fiepen bereits die ersten Wegrobbversuche unternahm. Schließlich hatte sie sich schon lange vor ihren Geschwistern den Bauch vollgeschlagen und dachte sich jetzt wohl, es ist Zeit fürs erste Abenteuer. Es bestätigt sich auch heute am Tag 1 nach der Geburt: Annette ist die Mutigste und Unabhängigste von allen, sie liegt oft quer oder auf den anderen drauf oder 20 cm weg von der Gruppe oder alleine unter dem Abstandsrand der Wurfbox. Ich wage nach den ersten Lebensstunden eine Prognose: Mit Annette wird es noch lustig :)

Soo klein, sooo winzig klein, wie vier kleine Hamsterchen liegen sie nun da, Tævi hat ihren Hunger wieder gewonnen und kümmert sich rührend und zärtlich um die Kleinen. Und wenn sie dann doch kurz raus vor die Tür muss um sich zu Lösen, dann guckt sie beim Weggehen immer ängstlich herum und horcht, läuft noch ein Stück zurück, dann doch raus und nach dem Erledigen ganz hurtig wieder zurück in die Box.

Beim Hinlegen muss sie wirklich aufpassen, denn die Kleinen sind schneller unter ihr, als sie sich aus der Sitzposition daneben hinlegen kann. Ein Glück, dass die Wurfbox einen erhöhten Abstandsrand hat, so können die Kleinen nicht an die Wand gedrückt werden. Die erste Woche werde auch ich wohl noch in diesem Tropenklima verbringen müssen um bei Nachtlicht immer ein Auge auf die neuen Erdbewohner zu werfen. Tævi scheint es zu brauchen, denn sobald ich mich aus dem Zimmer entferne, wird sie unruhig. Ebenso setzt sie sich bei den Besuch von meiner Restfamilie immer aus dem Liegen hin in die Sitzposition - um sich dann wieder aufgeregt hinzulegen, was immer wieder auch die Gefahr mit sich bringt sich auf einen Welpen hinzulegen. Könnt ihr euch vorstellen, wie klein und zerbrechlich so ein Welpenbein in Hamstergröße ist? Wahnsinn, wie klein die vier sind.

27, 5 Grad Welpenzimmertemperatur bei Tag und Nacht sind für mich wirklich eine besondere Herausforderung. Aber wenn man bedenkt, dass die Kleinen bereits nach 8-10 Tagen ihr Welpengewicht verdoppeln dürften und ab dann nicht mehr so empfindlich sind, dann verbringe ich doch gerne bis dahin mit Sommerkleidung in den aufgeheizten Flensburger Tropen. Für das nächste Mal merke ich mir mich rechtzeitig mit einer Welpenwärmelampe auszustatten, die man über die Wurfbox hängt und somit nicht das ganze Zimmer aufheizen muss.

Ehrlich gesagt habe ich mir das Abenteuer Welpengeburt viel komplizierter vorgestellt, verkopft erzogen hatte ich vergessen, wie perfekt doch die Tiere im Einklang mit den wundervollen Naturgewalten ihre Runden drehen können.

Mehr Welpenfotos samt Daten unter: Welpen (->Link)